Mittwoch, 23. September 2020

Zhang

 
Das Sinfonieorchester ist erfreut über weltweites Echo, etwa der chinesischen Bloggerin Li Zhang, die unter anderem den grossen Tisch im Besprechungszimmer bemerkt: Das historische Original ist von einem schwarzen Ring umgeben.

Der schwarze Teil wird hinzugefügt, um den Bedürfnissen der Gegenwart gerecht zu werden. Das Alte und das Neue sind so harmonisch miteinander verbunden. Die Schweiz ist nicht nur berühmt für ihr Bankensystem, sondern auch talentiert im Design. Ich denke an die Kleidung und Hosen, die ich als Kind trug. Ich trug sie oft kurz. Mama fügte ein Stück Stoff etwa einen Zentimeter unter die Hose. Sie waren oft schwarz oder grau, aber sie waren überhaupt nicht harmonisch. In China vor mehr als 50 Jahren konnte Kinderkleidung nicht als ästhetisch ansprechend angesehen werden. Zu dieser Zeit war es gut für Kinder, genug zu essen zu haben und warm angezogen zu sein.

Einen früheren Besuch war das Rheinschwimmen wert.


 


Sonntag, 20. September 2020

Büsten

Anlässlich der Beschädigung von Roy Blacks Büste erfahren wir nebenbei, dass auch jene von Ingeborg Bachmann entführt wurde. Immerhin scheint das jetzt ein Anlass zu sein für ein Denkmal.

Man könnte fast meinen, der Dieb, der in der Vorwoche die Ingeborg-Bachmann-Büste im Norbert Artner Park abmontiert hat, habe der Landeshauptstadt einen Gefallen getan. Denn die Büste soll dem Vernehmen nach manchen im Rathaus gar nicht so gefallen haben, weil sie Ingeborg Bachmann nicht sehr ähnlich geschaut habe. Noch ein Exemplar will die Landeshauptstadt jedenfalls nicht gießen lassen. Stattdessen soll größer gedacht werden, um Ingeborg Bachmann einen würdigen Platz in Klagenfurt zu geben. Ein repräsentatives Denkmal solle es jedenfalls werden, und dazu werde es im kommenden Jahr einen EU-weiten künstlerischen Wettbewerb geben.

Das Literaturhaus Salzburg zeigte im Frühling die Fotos des Bruders Heinz, Rom 1962.


 


Montag, 14. September 2020

Addy

Was wir im Kindergarten als Belohnung durften, ganz nah am Klavier den Vibrationen lauschen, bietet Craig Addy als Musiktherapie unter dem Flügel in privater Sitzung an:
Sound Spa for Body, Mind and Soul
Treat yourself to one of the most intimate and special musical experiences possible. Every note you will hear is created just for you and you only. Individual sessions are particularly good for music lovers, people who are contending with stress, or people who are dealing with grief, loss or transitions in life.
Prepayment is required to reserve your wonderful front row seat Under the Piano.

Sonntag, 13. September 2020

Arnstadt

Ähnlich wie beim bärtigen Brahms sieht man Bach nicht als jungen Wilden sondern immer mit Perücke. Bernd Göbel hat sich ohne diese vorgestellt, der sich mit 18 Jahren in Arnstadt um die Organistenstelle an der neuen Orgel bewirbt.
Johann Sebastian Bach war zweifellos über den Fortgang der Arbeiten an der Orgel durch die in Arnstadt ansässigen Verwandten informiert. Man kann davon ausgehen, dass er schon zeitig sein ernsthaftes Interesse an der neu zu besetzenden Organistenstelle angemeldet hatte. Aufgrund seiner bereits guten Fachkenntnisse im Orgelbau wurde der 18-jährige Johann Sebastian, der zu der Zeit Violinist in Weimar war, von Martin Feldhaus, er war verantwortlich für den Orgelbau und verwandt mit ihm, zur Abnahme der Orgel eingeladen. Seine geniale Veranlagung als Musiker wurde nach dem Prüfungsspiel am 13. Juli 1703 anerkannt, indem keine weiteren Bewerber zur Probe geladen wurden. Er erhielt die Zusage für die Stelle.

Freitag, 11. September 2020

Gemini

Duell
Die Brahms-Sinfonie kam unter Ivor Boltons unentwegt im Luftraum schaufelnden Händen – einen Dirigentenstab verschmäht dieser Hand-Werker konsequent – überaus klangintensiv über die Rampe, wobei die Violinen mit so wenig Vibrato spielten, dass sie scharf tönten. In Ermangelung einer konzeptionellen Idee vernahm man ansprechende Details, etwa von den konzertierenden Holzbläsern oder von den Hörnern, die das Alphornmotiv im Finale mit einem leichten Zwick spielten, sodass auch das trägste Ohr aufhorchte.
Eigentlich sollten Kuusisto und Kopatchinskaja das Zwillingsgestirn sein, welches Gemini interpretiert. Der Geiger war verhindert, also sprang die Komponistin Helena Winkelman selbst ein. Dank arte concert und einem Podcast kann man das komplexe Werk mehrfach geniessen.
1. Satz
Universes apart
Quarks (particles moving in perfect symmetry)
Magnets (the laws of attraction)
Binary stars (two suns swinging)

2. Satz
Let's get drunk together (Strawinsky to Djagilew)
Tête à tête (begin of the romance) …
In the eye of the beholder... (beauty that is)
Parallel parking

3. Satz
Battleships (or: how to sink your orchestra)
Partners in crime (bears that love to kill)
Horsing around (quasi cadenza)
Cutting to the chase (a Finnish-Moldavian-Swiss quodlibet)


Freitag, 4. September 2020

Blogger


Der Blogger macht alle Einträge des Logbuchs jederzeit greifbar nach Titel oder Stichworten. Er führt auch Buch über Anzahl der Besuche und Herkunft der Besucher (USA, Japan, Russland). Grössten Erfolg hatte offenbar eine Notiz zum Kauf von Bösendorfer durch Yamaha. Dann das Getränk aus dem Mensa-Automat und das Taboulé. Der Sandmann war eine Opernpremiere, Jägerbull ein Getränk. Bomben fielen im Krieg auf das Gundeli. Ein paar Besucher nach vielen Jahren, andere verdienen Geld damit:
Mach dein Hobby zu Geld.
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So funktioniert's
Du kannst ganz einfach Werbung auf deiner Website schalten. Wähle ein Design aus, passe es an – fertig. Wir zeigen hochwertige Werbung, und du verdienst Geld damit.

Freitag, 28. August 2020

unanswered

Sinfonietta
“The Silence of the Druids – who know, see and hear nothing” – Sustained strings
“The Perennial Question of Existence” – Solo trumpet
“Fighting Answerers” – Woodwinds (Who, eventually “realise futility and begin to mock ‘The Question'”
“Undisturbed Solitude
Die Sinfonietta scheut sich nicht, den Wahlherbst mit Amerikanern anzuwerfen, immerhin mit der nötigen Distanz und einer passenden puffroten Schutzmaske.
Leonard Bernstein beginnt seine Vorlesungen an der Harvard University unter dem Titel The Unanwered Question mit  Ausführungen zu einer strukturalistischen Phonologie nach Chomsky.

Dienstag, 18. August 2020

Weiber

Fon
Noch mehr Lumière, diesmal aus Berlin. Im Passage-Panoptikum sind 42 wilde Weiber aus Dahomey zu sehen. Das sind Kriegerinnen aus dem heutigen Benin.
Im 19. Jahrhundert war Benin noch ein kleines Land am Golf von Guinea und hieß Dahomey. Trotzdem war es eines der mächtigsten Königreiche Westafrikas. Unter der Herrschaft von Königin Tassi Hangbé verteidigte ein Frauenregiment, von den Europäern „Amazonen“ genannt, die Sicherheit des Königreichs. Diese weibliche Eliteeinheit wird noch heute in Benin mit Liedern, Tänzen und Erzählungen zu Ehren der Kämpferinnen gefeiert.